Gustav von Hirschheydt

Facharzt für Allgemeinmedizin

Gesundheitsthema

Sonnenschutz

Die Strahlen der Sonne


Während der sichtbare Teil des Sonnenspektrums als belebend empfunden wird, kann der nicht sichtbare Anteil an ultravioletter Strahlung (UV-A und UV-B) die Haut schädigen. Besonders gefährlich ist der Sonnenbrand. Kinder und Jugendliche und Personen mit hellem Hauttyp sind allgemein empfindlicher gegenüber UV- Strahlung. Eine übermässige Sonnenexposition wirkt (kumulativ) schädigend auf die Haut und bewirkt: vorzeitige Hautalterung, Pigmentierung, Faltenbildung und im schlimmsten Fall Hautkrebs. Der Schutz sonnenexponierte Haut auch im Alltag (besonders auch Nase und Ohren) ist von großer Bedeutung.

Wie vor der Sonne schützen?


 langärmlige Kleidung und Hosen

 Kopfbedeckung

 Nackenschutz

 Sonnenbrille

 Schatten aufsuchen

 Aufenthalt in der Sonne begrenzen und zwischen 11-15h meiden

 „wasserfestes“ Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor

 Sonnenschutz auch in und am Wasser und in den Bergen (besonders bei

    Schnee)


Normale Kleidung lässt UV Strahlung teilweise passieren. So hat ein T-Shirt aus Baumwolle eine Lichtschutzfaktor von 10. Sonnenschutzmittel müssen 20 min. vor der Sonnenexposition  und im Laufe des Tages wiederholt alle zwei Stunden aufgetragen werden, öfter beim Schwitzen, Abtrocknen und nach dem Aufenthalt im Wasser. Das gilt auch für „wasserfeste“ Präparate.

Lichtschutzfaktor (LSF)


Der Lichtschutzfaktor ist eine Faustformel , um wieviel länger man sich mit Sonnencreme in der Sonne aufhalten kann ohne Rötung. Der Eigenschutz der Haut wird mit 10min. angenommen. Bei einem LSF von 20 beträgt die Zeit 10min. x 20= 200min. Das ist aber nur ein grober Wert, der vom Hauttyp, der Vorbräunung und der Sonnenintensiät beeinflusst wird. LSF unter 2o gelten als nicht sinnvoll und sind daher in einigen Länder verboten. Präparate mit Oxybenzon (Breitbandfilter) oder Octinoxat (UV-B Filter) können Korallen schädigen und sind in manchen Ländern verboten.

Welche Wirkstoffe enthält Sonnenschutz?


UV-A Filter: Avobenzon, Ecamsul, Methylantranilat

UV-B Blocker: Homosalat, Octylmethoxycinnamat

UV-A/B Blocker: Oxybenzon, Sulisobenzon

Pigmente: Titandioxid, Zinkoxid


Gebräuchliche Präparate sind Öl in Wasser Emulsionen. Sie enthalten neben Lichtschutzfiltern und Pigmenten außerdem, Fettsäuren, Di- und Triacylglyceride, Fettalkohole, Silikone, Glycerin oder Propylenglyc.ol, Parfüme und Konservierungsstoffe, die die kosmetische Grundlage formen, die die Lichtschutzmittel auf der Haut handhabbar und haltbar macht.

Was tun gegen Sonnenbrand?


Der Sonnenbrand wird vor allem durch den UV-B Anteil des Sonnenlichts ausgelöst. Er stellt eine Verbrennung ersten oder zweiten Grades dar. Symptome sind eine scharf begrenzte Rötung der Haut mit Schmerzen, Hitzegefühl, Juckreiz und Blasenbildung.  Bei schweren Formen treten Fieber, Kopfschmerzen und Schwäche hinzu. Der Höhepunkt der Erkrankung wird meist nach 12-24 Std. erreicht. Leichtere Formen des Sonnenbrandes können durch kühlende Maßnahmen behandelt werden: feuchte Wickel, Lotio alba. Schwere Formen müssen ärztlich behandelt werden u.a. mit Steroiden und NSAIDs. Da Sonnenbrände ein Risikofaktor für Hautkrebs sind, sollten sie unbedingt vermieden werden.

Lassen Sie sich im Zweifelsfall ärztlich beraten.

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